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Kindergeburtstag PDF Drucken

Sie tauchen in regelmäßigen Abständen auf und sind unvermeidbar: Geburtstage. Sind es die der eigenen Kinder, gesellt sich dazu die fast immer wiederkehrende Frage: Was sollen wir tun ohne dabei selbst auf der Strecke zu bleiben und das Geburtstagskind samt Anhang nicht zu langweilen? Möglichkeiten wie Kino, Further Felsengänge oder Schwimmbad sind meist schon ausgekostet. Doch nun gibt es ein außergewöhnliches Angebot des LBV in Nößwartling speziell für derartige Fälle...

 

 

Um 14 Uhr , als die achtköpfige Gruppe um das jetzt zehnjährige Geburtstagskind Nils in Nößwartling vorfuhr, standen die Betreuer vom LBV-Zentrum schon bereit.
Nach der Begrüßung geht es gleich in die Vollen. Erst ein paar Runden an der Mohrenkopfschleuder, dann das erste Highlight:

In Wathosen geht es in die kalte Chamb hinein, aber ohne dass gleich das große Chaos losbricht, denn Monika weiß, was zu sagen ist."Is des a komisches Gefühl" wundert sich Peter in seiner durch den Wasserdruck fest angepressten Gummihose. "So fühlen auch die Fische das Wasser.", erklärt Monika. Hand in Hand, jeweils zu zweit geht's immer tiefer ins Wasser, wird mit Jauchzen der Sommer-Wohntunnel der Fledermäuse besucht, gezeigt, wo das Eisvogelpärchen dieses Jahr seine vier Jungen aufgezogen und der Biber seine Rutsche gebaut hat. Dann führt Monika die Gruppe in die Strömung des Wasserrades bis kurz vor "Land unter". Schließlich erwischt es Sebastian. Ein glitschiger Stein und schon liegt er in ganzer Länge im braunen Fluss. "Booah, der ist voll nass geworden!" Die Anerkennung ist ihm gewiss, doch der Sand und die Chamb bis in die Unterhosen behagt ihm nicht sehr. Doch in weiser Voraussicht sind die Autos vollgepackt mit Wechselsachen.

Wieder an Land wird zunächst Holz für das Lagerfeuer gesammelt, und zwar im Weidenlabyrinth. Das Feuer für das spätere Stockbrot und die Würstel wird schon mal angeheizt. Dann geht es ab in die Wildnis. Bewaffnet mit Sieben und Plastiktöpfen wandert die Horde über den rutschigen Bohlenweg auf die Drahtinsel um in einem Tümpel voller Wasserlinsen und Wasserpest das zu fangen, was man sonst übersieht. Was sich hier im Wasser tummelt ist erst auf den zweiten Blick zu erkennen. Und der dritte Blick an den Mikroskopen im Labor der Umweltstation des LBV bannt die Horde letztendlich. Die wilden Kerle haben ihre Meisterinnen gefunden, hören zu, machen mit. Ob Rückenschwimmer, Libellenlarve, Wasserkäfer, Schnecke oder Blutegel: Alles wird bis ins Kleinste erforscht und anhand eines bereitgelegten Naturbuches bestimmt. Kleine Wissenschaftler haben nun ihr Feld entdeckt und einen weiteren Kick an diesem Nachmittag gefunden.

Forschen macht hungrig. So eilt die Truppe zum Feuer, grillt sich das Brot und die Wurst und spekuliert noch über so manches überdimensionierte Wesen, was eben vor ihrem Auge tanzte. Dem Genuss am Feuer tut das keinen Abbruch.
Erst das Signal zum Angriff auf das Floß weckt neue Kräfte. Gesichert durch Schwimmwesten werden sie über die aufgestaute Chamb befördert, während auf der einen Flussseite der Esel grast.

 

Spielerisch Natur entdecken, dort, wo sie noch ist - das ist ein gelungenes Konzept und sicherlich einer Erwägung wert.

Mehr Infos gibt´s im Zentrum unter 09977 / 8227.

 

 
 
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